Ausstellung von Künstlern der Gruppe Neun e.V. mit Aleksandra Vujovic, Isabelle Casel, Leslie Wist, Rolf Stolz, Anatoli Karamyschev, Christoph Felder vom 2.-23. Februar 2025 sonntags 15.00-18.00 Uhr, Vernissage, 2.2.2025, 15.00-18.00 Uhr, Musik: ALEXANDRA FELDER (Klavier)
Vielfältige Verbindungen existieren in unserem Leben – zwischen
Lebewesen, Kulturen, Ideen oder Materialien. Ein Ziel der Ausstellung
und den stattfindenden Veranstaltungen ist es, durch künstlerische
Ausdrucksformen die Komplexität und Unterschiedlichkeit von
Verbindungen darzustellen. Mit den gezeigten Werken entstehen Räume für eigene Verbindungen, auch für angedeutete, die Betrachter weiter denken können, wie und in welchem Kontext sie bestehen und vielleicht auch, wo sie wohl enden mögen.
Leslie Wist
Die Linie ist der Baustein, das Element, das dem Ganzen Struktur und Zusammenhalt gibt: die Verbindung; der rote Faden. Die hier von Leslie Wist gezeigten Fotografien gehören zu der Serie „Unterwegs“. Die Verbindung entsteht durch die Art des Fotografierens. Beim Fahren und Gehen durch Städte, Ortschaften und Landschaften beobachtet Leslie Wist die vorbeiziehenden Szenen intensiv und drückt auf den Auslöser. Die Verbindung ist die Wegstrecke und die individuelle Sichtweise der Künstlerin.
Christoph Felder
Ein Filmemacher ist im Idealfall auch ein Künstler. Er wird über die Jahre mit so vielen Bildern und Motiven konfrontiert, dass sich mit der Zeit ein fokussierter Blick für die Verarbeitung von Wirklichkeit in Einzelbildern entwickelt.
Es ist wie ein Brennglas mit einem subjektiven Filter, der die Phantasie des Betrachters beflügeln möchte. Die Vorlagen sind meist tatsächlich, real existierend. Es sind Momentaufnahmen von Christoph Felder, aber zum Teil auch visuelle Kompositionen, die unter idealen Umständen weitere Kontexte erschliessen lassen. Die Bilder stehen allesamt für eine künstlerische, reflektierende Haltung zur Welt.
Aleksandra Vujovic
„Ich möchte die Welt mit meinen koloristisch starken und mit viel Lebensfreude entstandenen Motiven bereichern.Dabei ist es mir wichtig, so viele Sinne wir nur möglich bei anderen anzusprechen.“
Rolf Stolz
Mein Photographieren (im Sinne einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem, was vor meinen inneren oder äußeren Augen war und auf einem Negativstreifen eingeätzt übrig blieb) geht zurück bis in die Mitte der achtziger Jahre. Vorher waren die üblichen Gelegenheitsfotos als Versuche familiärer oder freundschaftlicher Vergewisserung und die zahllosen Schnappschüsse aus der Hüfte, mit denen ich mir damals schon Anhaltspunkte für meine Geschichten und Gedichte fabriziert habe – aufgehobene Momentmerkmale, die all die bösen Lücken auffüllen mußten, die das Verdrängen der Niederlagen, das Zurechtbiegen krummer Wege und das Zumüllen des Gedächtnisses mit Ersatzfetzen und Deckerinnerungen zurücklassen.
Anatoli Karamyschew
Ein bedeutender Teil seiner kreativen Laufbahn fand in Duschanbe statt, wo er Architekturprojekte für die Republik Tadschikistan entwickelte. Entwurfsarbeiten wurden in verschiedenen Städten der Sowjetunion (Tadschikistan, Kasachstan, Georgien, Kirgisistan, Russland) sowie in europäischen Ländern gezeigt.
Nach seinem Umzug nach Rjasan wurde Anatoli eines der aktivsten Mitglieder der Architektenvereinigung. Er realisierte dort eine Reihe weiterer kreativer Architekturarbeiten.
Seine größten Leidenschaften in aktiver Zeit: Die Malerei und die Natur – darunter Bergsteigen und Skifahren. Beherrschung zahlreicher künstlerischer Techniken wie Aquarell, Ölmalerei, Tusche, Bleistift und Kohle. Begeisterung für Tischlerarbeiten, Musik und das Schreiben.
Gruppe Neun e.V.
ist ein Kunst- und Kulturverein in Overath.
"Kunst ist weit mehr als nur ästhetischer Ausdruck – sie ist ein Fenster in unsere Seele, eine Brücke zwischen Menschen und Kulturen, ein Spiegel der Gesellschaft." Diese Überzeugung treibt die Gruppe Neun e.V. an. Gegründet im Jahr 2013, hat sich der Verein zu einer kreativen Plattform entwickelt, die Malerei, Fotografie, Film, Literatur, Theater und Musik auf inspirierende Weise miteinander verbindet.
Mit einer bunten Gemeinschaft von bildenden Künstlern, Fotografen, Filmemachern, Schriftstellern, Schauspielern und Musikern setzt sich die Gruppe Neun für die Förderung von Kunst und Kultur im Bergischen Land ein. Hier entstehen ungewöhnliche, interdisziplinäre Kunstprojekte, die Grenzen sprengen und neue Perspektiven eröffnen.
Seit 2017 begeistert die Veranstaltungsreihe “BergischKunst” Kunstinteressierte mit außergewöhnlichen Inszenierungen an besonderen Orten. Die Gruppe Neun bringt Kunst an ungewöhnliche Schauplätze – sei es ein Friedhof in Kürten, eine Seilbahn bei Schloss Burg oder öffentliche Gebäude.
Ein weiteres Highlight ist der KunstPreis, den die Gruppe Neun seit 2019 jährlich an Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Disziplinen vergibt. Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt.
Durch mutige Projekte, ungewöhnliche Konzepte und die Liebe zur Kunst setzt sie Impulse, die über die Region hinausstrahlen. Ganz nach dem Motto: Kunst beginnt dort, wo das Gewohnte endet!
Impressionen von der Vernissage am 2.2.2025
Impressionen von der Vernissage 12.1.2025